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Webinar zu Zwangsstörungen

Zwangsstörungen gehören zu den schwersten und hartnäckigsten psychischen Erkrankungen. Die oft komplexen Erkrankungsbilder sind nicht selten mit extremen Einschränkungen der Alltagsfähigkeit und einer ausgeprägten Chronifizierung verbunden. Ausgehend von der aktuell revidierten S3-Leitlinie bei Zwangserkrankungen werden die verschiedenen Behandlungselemente der Vorbereitung, der Durchführung und der Transfersicherung von Zwangsexpositionen sowie der Einbezug achtsamkeitsbasierter und metakognitiver Interventionen vorgestellt. 

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten Sie eine TeilnahmebescheinigungTeilnehmer*innen: 1 - 100 Personen Nach Ihrer Buchung steht Ihnen die Aufzeichnung zum dreimaligen Abspielen zur Verfügung. Dadurch können Sie den Termin der Ansicht frei wählen.
Teilnahme € 296.31 (inkl. USt.) € 249.00 (exkl. USt.)
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Zielgruppe

Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen mit Interesse an der spezifischen verhaltenstherapeutisch fundierten Behandlung von Zwangserkrankungen.

Termine und Anmeldung

Bitte klicken Sie Ihren Wunschtermin an und füllen Sie das Anmeldeformular aus. Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Preise pro Person gelten. Für ein individuelles Seminar-/Webinar-Gruppenangebot kontaktieren Sie uns gern.

Webinarbeschreibung

Zwangsstörungen gehören zu den schwersten und hartnäckigsten psychischen Erkrankungen. Die oft komplexen Erkrankungsbilder sind nicht selten mit extremen Einschränkungen der Alltagsfähigkeit und einer ausgeprägten Chronifizierung verbunden. Dabei bilden Zwangsexpositionen mit Reaktionsmanagement ein unverzichtbares Element effektiver Verhaltenstherapie. In der Versorgungspraxis erhalten Betroffene häufig nur unzureichend intensive oder auch nicht fachgerecht begleitete expositionelle Behandlungselemente. Am Beispiel stationären Behandlung von Zwangserkrankungen wird aufgezeigt, wie Zwangsexpositionen in den Behandlungsprozess implementiert werden können (siehe auch Koch, Bähring & Voderholzer, 2023).

Ausgehend von der aktuell revidierten S3-Leitlinie bei Zwangserkrankungen (Voderholzer et al., 2022), welche konkrete Empfehlungen zur Art und dem Mindestumfang von Zwangsexpositionen mit Reaktionsmanagement machen, werden die verschiedenen Behandlungselemente der Vorbereitung (Phase 1), der Durchführung (Phase 2) und der Transfersicherung (Phase 3) von Zwangsexpositionen vorgestellt. So steht in der Vorbereitung die Vermittlung des Störungsmodells (nach Salkowksis), die Erstellung von Zwangsprotokollen und Zwangshierarchie, die Klärung aufrechterhaltenden Sicherheits- und Vermeidungsverhaltens und die Erarbeitung des Expositionsrationals im Vordergrund. In der Durchführung sind Spezifika der Exposition von Zwängen zu berücksichtigen, z.B. die Verhinderung neutralisierenden Verhaltens (Reaktionsverhinderung) und Stichtagsregelungen. Gegen Ende der Behandlung kommt Heimexpositionen und Angehörigengesprächen ein besonderer Stellenwert in der Transfersicherung zu. Der Behandlungsfortschritt wird über eine graphisch darstellbare Verlaufsmessung anhand wöchentlicher Selbsteinschätzungen (Y-BOCS) objektiviert. 

Neben der Demonstration zentraler Behandlungsschritte und Arbeitsmaterialien wird auf Spezifika der Gestaltung des therapeutischen Bündnisses sowie Möglichkeiten des Umgangs mit komorbiden Störungsbildern und des Einbezugs neuerer Behandlungsansätze (z.B. achtsamkeitsbasierte und metakognitive Interventionen) eingegangen. 

Dauer: ca. 5,5 Stunden

Informationen zum Ratgeber

Der Ratgeber Zwangsstörungen bietet Betroffenen und Angehörigen Anlaufstellen sowie eine fundierte Einführung in das Krankheitsbild und seine Behandlung. Die Informationen helfen dabei, die Krankheit besser zu verstehen und sich auf die Behandlung vorzubereiten. Das Buch kann daher auch begleitend eingesetzt werden und enthält Fallbeispiele, Übungen und Arbeitsmaterialien.

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Fortbildungspunkte gefällig?

Die Aufzeichnung ist bei der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen für die Vergabe von 8 Fortbildungspunkten akkreditiert.

Themenweltartikel "Strategien zur Bewältigung von Zwängen"

Eine Frau ordnet bunte Stifte nach Farbe sortiert genau nebeneinander an.

Wir haben mit Mitautor Dr. Stefan Koch über die Entstehung und Diagnose von Zwangsstörungen gesprochen und welche effektiven Therapien es gegen die „heimliche Krankheit“ gibt.

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Referent

Dr. Stefan Koch

Dr. Stefan Koch ist Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie), seit 2016 Leitender Psychologe an der Schön Klinik Roseneck (Prien am Chiemsee). Leitung des Behandlungsschwerpunkts Zwangsstörungen und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen e.V. (DGZ). Buchautor, Dozent und Supervisor mit den Interessenschwerpunkten Zwangsstörungen, berufsbezogene Psychotherapie, psychologische Testdiagnostik und Therapieevaluation.

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Hogrefe Academy

Hanna Marie Hähnel

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