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Fortbildungen zu Beratung und Diagnostik mit kulturell und sprachlich diversen Gruppen

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen kulturellen und sprachlichen Hintergründen stellt besondere Anforderungen an Diagnostik und Gesprächsführung. In diesen praxisorientierten Fortbildungen reflektieren wir gemeinsam, wie kulturelle Sensibilität, Mehrsprachigkeit und migrationsbezogene Erfahrungen professionell und ressourcenorientiert in Beratung und Diagnostik eingebunden werden können.

Im Mittelpunkt steht dabei die praktische Umsetzung einer möglichst vorurteilsfreien, sensiblen und unterstützenden Beratung und Diagnostik für Kinder und Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen oder mit biografischem Hintergrund in anderen Sprach- und Kulturräumen. 

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten Sie eine TeilnahmebescheinigungTeilnehmer*innen: 5 - 13 Personen
Mutter sitzt mit Baby auf dem Schoß und kleinem Jungen daneben in einer Beratungssituation, während eine Fachkraft ihnen gegenübersitzt.
Teilnahme ab CHF180.00 (exkl. USt.)
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Zielgruppe

Die Veranstaltungen richten sich an Fachkräfte der Entwicklungs- und Schulpsychologie, klinischen Kinderpsychologie, Kinderpsychiatrie und Pädiatrie sowie weitere Fachpersonen die mit Kindern und Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten.

Fortbildungsbeschreibung

Ziel der Fortbildungen ist es Ihnen Impulse zu geben, um Ihre diagnostische und beratende Arbeit mit diversen Zielgruppen fachlich fundiert und gleichzeitig kultursensibel zu gestalten. Praxisbeispiele, Austausch und anwendungsorientierte Übungen stehen im Vordergrund. In diesem Seminar erhalten Sie ein Überblick über die Grundlagen von sprachfreien und kulturfairen Testverfahren (bspw. SON-R 2-8, CFT-20R) sowie deren Grenzen und Möglichkeiten. Zusätzlich wird das Arbeiten mit Familien und Kindern nicht deutscher Sprache thematisiert und die Zusammenarbeit mit Übersetzter*innen diskutiert. Insbesondere Herausforderungen und Möglichkeiten einer angemessener Gesprächsführung stehen hier im Zentrum. Des Weiteren werden in diesem Zusammenhang relevante Themenbereiche, wie Umgang mit Vorurteilen und Rassismus thematisiert. Die Fortbildungen sollen ausserdem Raum geben, um alltägliche Herausforderungen in diesem Bereich zu diskutieren und gemeinsam kreative Möglichkeiten zu besprechen, um die Diagnostik im Beratungs-/Therapiekontext möglichst hilfreich gestalten zu können. Sie sind deshalb auch dazu eingeladen Herausforderungen aus Ihrem Arbeitsumfeld zu teilen, damit ein Austausch für Lösungsansätze stattfinden kann. 

Durch den modularen Aufbau des Fortbildungsangebots entscheiden Sie, welche Themenbereiche für Sie im Fokus stehen sollen:

  • Interkulturelle Verständigung in Beratungsgesprächen
  • Sprachsensibilität und Umgang mit Mehrsprachigkeit
  • Herausforderungen und Chancen in der Diagnostik bei sprachlich diversem Klienten
  • Reflexion eigener Haltungen und Bias

1. Anwendung sprachfreier Testverfahren

In diesem Modul wird auf die Hintergründe von sprachfreien bzw. sprachreduzierten Testverfahren eingegangen. Anhand eines Fallbeispiels werden typische Herausforderungen, aber auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten solcher Verfahren im diagnostischen Prozess aufgezeigt und gemeinsam diskutiert.

Theoretische Grundlagen

  • Grundlagen der sprachfreien resp. sprachreduzierten Intelligenztestverfahren bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Instrumente zur sprachfreien resp. kulturfairen Intelligenzdiagnostik
  • Psychometrische Eigenschaften sprachfreier und kulturneutraler Verfahren

2. Gesprächsführung

Psychologische Diagnostik endet nicht mit der durchgeführten Testung – vor allem eine verständliche, kultursensible Rückmeldung ist essenziell. 

Damit die Diagnostik und auch das Feedbackgespräch angemessen gestaltet werden kann, sind zu den üblichen Herausforderungen in der Gesprächsführung noch Übersetzer*innen spezifische Punkte zu berücksichtigen (bspw. Rollenklärung, Sprachgebrauch oder Nachbereitung). Die zentralen Aspekte für die Gesprächsführung, auch der Arbeit mit Übersetzer*innen werden in diesem Modul vertieft behandelt. 

Wir bitten alle Teilnehmer*innen eigene Beispiele aus der Praxis mitzunehmen!

Die Teilnahmegebühr

beinhaltet

  • Umfangreiche Seminarunterlagen
  • Bereitstellung und praktisches Arbeiten mit dem originalen Testmaterial
  • Persönliche Teilnahmebescheinigung
  • Verpflegung in den Kaffeepausen
  • Heiss- und Kaltgetränke während des gesamten Seminartages

Veranstaltungsort

Hogrefe Gebäude des Standort in Bern

Hogrefe AG
Testzentrale der Schweizer Psychologen
Länggass-Strasse 76
3012 Bern

Referent

Dr. Tobias Kahl

Dr. Tobias Kahl studierte Psychologie an den Universitäten Münster und Bielefeld und ist am Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie der Universität Basel tätig. Herr Kahl arbeitete zuvor als psychologischer Berater in Kolumbien. Er verwendet die Testverfahren in seiner praktischen Tätigkeit als Psychologe bei schul- und entwicklungspsychologischen Fragestellungen. Im Rahmen seiner Doktorarbeit forschte er zu praxisnahen Fragestellungen an der Universität Basel als Doktorand der Schulpsychologie, Entwicklungsdiagnostik und Erziehungsberatung (SEED). Er versucht, Praxis und Forschung möglichst eng miteinander zu verbinden und verfügt über ein differenziertes Wissen in beiden Bereichen und deren Schnittstellen.  

Haben Sie noch Fragen?

Hogrefe Academy

Ramona Kaderli

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zu unserem Seminar- und Trainingsangebot 

Kontakt

zu den Testverfahren

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