Diskriminierung in der Pflege: Erfahrungen von Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte
Die Querschnittsstudie “Erlebte individuelle Diskriminierung bei Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte” quantifiziert Diskriminierungserfahrungen und deren Gründe bei Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte im Umgang mit Pflegebedürftigen. Sie zeigt Unterschiede zwischen den Gruppen und bietet eine Grundlage für weitere Studien sowie Maßnahmen gegen Diskriminierung in der Pflege. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Methodik und die Ergebnisse der Studie.
Von Dr. Nazan Ulusoy, Prof. Dr. med. Albert Nienhaus, Prof. Dr. PH Patrick Brzoska.
Hintergrund: Erlebte Diskriminierung von Pflege(fach)personen
Pflege(fach)personen stehen täglich vor der anspruchsvollen Aufgabe, kranke und pflegebedürftige Menschen zu versorgen. Ihre Tätigkeit erfordert umfassendes Fachwissen, Empathie, Geduld sowie eine hohe physische und psychische Belastbarkeit. Diese individuellen Anforderungen werden zusätzlich durch zunehmende strukturelle Belastungen verstärkt. Der demografische Wandel führt zu einem kontinuierlich steigenden Pflegebedarf, während der anhaltende Fachkräftemangel die personellen Ressourcen weiter verknappt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (2024) werden bis zum Jahr 2049, abhängig vom Szenario, 280.000 bis 690.000 zusätzliche Pflege(fach)personen notwendig sein, um den steigenden Versorgungsbedarf zu decken.
Vor diesem Hintergrund haben Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte, hierunter auch aus dem Ausland angeworbene Fachkräfte, eine besondere Bedeutung. Sie machen in der stationären Altenpflege bereits heute einen Anteil von rund 30 Prozent aus (Sachverständigenrat für Integration und Migration, 2022). Ohne ihren Beitrag wäre die Sicherstellung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Pflege kaum möglich. Zugleich zeigen insbesondere internationale Studien, dass Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte im beruflichen Alltag neben den allgemeinen Belastungen mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert sind, die sich aus Erfahrungen mit Diskriminierung ergeben (Antón-Solanas et al., 2022; Boateng & Brown, 2022; Heier & Fischer, 2019; Moyce et al., 2016; Likupe, 2015; Neitermann & Bourgeault, 2015; Alexis, 2015).
Diskriminierung wird als Benachteiligung von Menschen aufgrund bestimmter Merkmale, etwa Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuelle Orientierung, ohne sachliche Rechtfertigung definiert (Beigang et al., 2017). Sie kann auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene auftreten und sich sowohl offen/direkt als auch subtil/indirekt manifestieren (Gomolla, 2017; Scherr, 2010). Die Folgen sind potenziell weitreichend. Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass Diskriminierung negative Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Betroffenen (wie z. B. eine erhöhte Prävalenz von Depressionen, Angststörungen, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sowie gesundheitsgefährdendes Verhalten (wie den Konsum stimmungsaufhellender Substanzen [z. B. Alkohol, Drogen]) begünstigen kann (Pung & Goh, 2017; Okechukwu et al., 2014; Pascoe & Richman, 2009).
Diskriminierung hat auch für Organisationen negative Konsequenzen. Diskriminierende Äußerungen und Verhaltensweisen können sich negativ auf die Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmoral sowie Produktivität auswirken und zu einer erhöhten Personalfluktuation führen (Pung & Goh, 2017; Neitermann & Bourgeault, 2015; Okechukwu et al., 2014; Nunez-Smith et al., 2009). Ferner kann Diskriminierung die Qualität der Versorgung sowie die Zufriedenheit der Pflegebedürftigen mindern (Ulusoy & Schablon, 2020; Baptiste, 2015).
Angesichts der zentralen Rolle, die Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte bereits heute im Gesundheitswesen einnehmen, sowie der potenziell gravierenden Folgen von Diskriminierung stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß, in welcher Art und aus welchen wahrgenommenen Gründen solche Erfahrungen im deutschen Pflegealltag auftreten. In Deutschland liegen bislang einige qualitative Befunde vor, systematische quantitative Daten fehlen jedoch weitgehend. Die vorliegende Untersuchung (Ulusoy et al., 2025) trägt dazu bei, diese Forschungslücke zu schließen, indem sie Arten, Häufigkeit und Gründe von Diskriminierungserfahrungen bei Pflege(fach)personen analysiert und somit die Relevanz dieses Phänomens im deutschen Pflegekontext aufzeigt.
Ziele und Fragestellungen
Ziel der Studie war es, Diskriminierungserfahrungen von Pflege(fach)personen auf der Ebene der direkten Interaktion mit Pflegebedürftigen (Patient*innen, Bewohner*innen) zu erfassen und Unterschiede zwischen Beschäftigten mit und ohne Migrationsgeschichte zu identifizieren. Im Fokus standen folgende Fragen:
- Wie häufig erleben Pflege(fach)personen bestimmte Arten von Diskriminierung?
- Welche Gründe führen sie für diese Erfahrungen an?
- Inwiefern unterscheiden sich die Angaben von Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte hinsichtlich der Häufigkeit, der Art und der Gründe?
Die Ergebnisse können sowohl als Grundlage für Antidiskriminierungsmaßnahmen und -strategien als auch zur Anregung weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen dienen.
Methodik der Studie
Zwischen Juli und Oktober 2022 wurde eine Online-Querschnittserhebung in vier Einrichtungen (zwei Krankenhäusern und zwei stationären Pflegeeinrichtungen) in Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Teilnahmeberechtigt waren alle in der direkten Pflege tätigen Beschäftigten ab 18 Jahren. Nach der Datenbereinigung standen 302 vollständige Datensätze zur Verfügung, davon gaben 73 Personen (24,2 %) an, eine Migrationsgeschichte zu haben.
Zur Erfassung erlebter Diskriminierung wurde die deutsche Version der „Everyday Discrimination Scale“ (EDS) eingesetzt (Ulusoy et al., 2023). Bei der EDS handelt es sich um ein validiertes Instrument, das alltägliche Diskriminierungserfahrungen erfasst (Williams et al., 1997). Dazu zählen unter anderem unhöfliche oder respektlose Behandlung, Unterstellungen mangelnder Intelligenz oder Ehrlichkeit sowie Beleidigungen oder Bedrohungen. Die Teilnehmenden der Untersuchung gaben an, wie häufig sie solche Erfahrungen machen („nie“ bis „[fast] täglich“) und auf welche Gründe sie diese zurückführen. Die Auswertung erfolgte deskriptiv sowie durch Gruppenvergleiche zwischen Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte.
Ergebnisse der Studie
Häufigkeit und Art erlebter Diskriminierung
Die Ergebnisse zeigen, dass Pflege(fach)personen regelmäßig verschiedenen Arten von Diskriminierung durch Pflegebedürftige ausgesetzt sind. Rund 80 % der Teilnehmenden gaben an, mindestens eine Art von Diskriminierung „ein paar Mal im Jahr oder öfter“ zu erleben. Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte nannten alle abgefragten Erfahrungen deutlich häufiger, mindestens „einmal pro Woche“ bis „(fast) täglich“, als Pflege(fach)personen ohne Migrationsgeschichte. Am häufigsten berichteten beide Gruppen über Verhaltensweisen, die auf eine herabsetzende oder abwertende Haltung der Pflegebedürftigen schließen lassen, wie etwa „Pflegebedürftige tun so, als seien sie etwas Besseres“. Auch Beschimpfungen/Beleidigungen gehörten zu den am häufigsten angegebenen Erfahrungen. Unterstellungen von Unehrlichkeit oder Ängsten nannten dagegen beide Gruppen seltener.
Wahrgenommene Gründe für Diskriminierung
Die Analyse der wahrgenommenen Diskriminierungsgründe zeigt, dass zwischen Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte sowohl Überschneidungen als auch deutliche Unterschiede bestehen.
Vier der acht untersuchten Diskriminierungsarten führten beide Gruppen auf dieselben Gründe zurück: Bei „Respekt“ und „Bedrohung/Belästigung“ nannten sie am häufigsten das Geschlecht als ausschlaggebenden Grund, bei „Intelligenz“ und „Überlegenheit“ („tun so, als wären sie etwas Besseres“) überwiegend das Alter. Hinsichtlich der übrigen Diskriminierungsarten zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen. Erfahrungen im Zusammenhang mit „Höflichkeit“ und „Unehrlichkeit“ sowie mit „Beschimpfungen/Beleidigungen“ führten Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte am häufigsten auf ihre ethnische Herkunft zurück, während Teilnehmende ohne Migrationsgeschichte diese eher dem Alter bzw. Geschlecht zuschrieben. Auch bei „Angst“ unterschieden sich die Wahrnehmungen: Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte nannten meist das Alter, diejenigen ohne Migrationsgeschichte dagegen überwiegend das Geschlecht.
Diskussion der Ergebnisse der Studie
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass Diskriminierung im deutschen Pflegealltag weit verbreitet ist. Rund 80 Prozent der befragten Pflege(fach)personen gaben an, von Pflegebedürftigen regelmäßig diskriminiert zu werden. Besonders betroffen sind Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte: Sie berichten im Vergleich zu ihren Kolleg*innen ohne Migrationsgeschichte deutlich häufiger davon, alle abgefragten Diskriminierungsarten mindestens einmal pro Woche oder sogar (fast) täglich zu erleben. Die vorliegenden Ergebnisse stützen frühere Befunde, wonach Diskriminierung für im Gesundheitswesen Beschäftigte mit Migrationsgeschichte eine alltägliche Erfahrung darstellt (Antón-Solanas, 2022; Boateng & Brown, 2022; Moyce et al., 2016).
Die wahrgenommenen Gründe für Diskriminierung zeigen sowohl Überschneidungen als auch deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen. Während Pflege(fach)personen ohne Migrationsgeschichte alle Erfahrungen auf ihr Alter oder Geschlecht zurückführen, geben Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte zudem ihre ethnische Herkunft als Grund an. Internationalen Studien weisen ebenfalls auf eine stärker ausgeprägte rassistische bzw. fremdenfeindliche Einstellung von Pflegebedürftigen gegenüber Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte hin (Antón-Solanas et al., 2022; Alexis, 2015; Likupe, 2015; Neiterman & Bourgeault, 2015). Diese Befunde verdeutlichen einerseits die Existenz von Gemeinsamkeiten und andererseits gruppenspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung von Diskriminierungsgründen. Zudem wird die Notwendigkeit aufgezeigt, Diskriminierungserfahrungen im Pflegealltag differenziert nach soziodemografischen Merkmalen zu analysieren, um gezielte Präventions- und Interventionsmaßnahmen ableiten zu können.
Implikationen für Praxis, Politik und Forschung
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen deutlich, dass Diskriminierung im Pflegealltag ein verbreitetes Problem darstellt, das insbesondere Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte betrifft. Daraus ergeben sich zentrale Implikationen für Praxis, Politik und Forschung.
Für die pflegerische Praxis wird ersichtlich, dass Diskriminierung nicht als individuelles Problem einzelner Beschäftigter, sondern als organisationsbezogene Herausforderung betrachtet werden muss. Zur wirksamen Prävention sind sowohl spezifische, verhaltensorientierte Maßnahmen, wie Fortbildungen oder Sensibilisierungstrainings, als auch strukturelle Veränderungen im Rahmen der Verhältnisprävention notwendig. Letztere umfasst insbesondere den Aufbau einer diskriminierungssensiblen Organisationskultur, die sich klar gegen jede Form von Diskriminierung richtet. Die Erkenntnisse dieser Untersuchung bieten Arbeitgeber*innen, die gemäß § 13 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zur Implementierung präventiver Maßnahmen zum Schutz vor Diskriminierung verpflichtet sind, wertvolle Orientierungshilfen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Strategien und Maßnahmen ableiten, die sich an den tatsächlichen Erfahrungen von Pflege(fach)personen orientieren und somit deren Wirksamkeit erhöhen. Eine zielgerichtete Auseinandersetzung mit Diskriminierungserfahrungen trägt dazu bei, negative Konsequenzen wie den Arbeitsplatzwechsel oder den vorzeitigen Ausstieg aus dem Beruf zu verhindern. Neben der Stärkung der Mitarbeiterbindung sichert dies auch die Qualität und Kontinuität der pflegerischen Versorgung.
Auch auf politischer Ebene ergibt sich deutlicher Handlungsbedarf. Angesichts der erheblichen Bedeutung von Pflege(fach)personen mit Migrationsgeschichte für die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung müssen diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen stärker als Bestandteil der Fachkräftesicherungsstrategie verstanden werden. Dies umfasst politische Maßnahmen zur Stärkung von Prävention, Monitoring und Beratung im Bereich Diskriminierung sowie eine verbindlichere Umsetzung bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen (z. B. AGG). Gleichzeitig sollte die Politik Anreize und Ressourcen bereitstellen, die Einrichtungen in die Lage versetzen, Diversitäts- und Antidiskriminierungsmaßnahmen nachhaltig umzusetzen. Ein systematisches bundesweites Monitoring zu Diskriminierung im Gesundheitswesen könnte eine wichtige Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen darstellen.
In Anbetracht der geringen Anzahl von Forschungsarbeiten in Deutschland, die sich speziell mit Diskriminierung im Gesundheitswesen bzw. in der Pflege befassen, besteht die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen zu den organisationalen und strukturellen Bedingungen, die Diskriminierung begünstigen oder verhindern können. Zukünftige Forschungsarbeiten sollten repräsentative Stichproben einbeziehen, intersektionale Unterschiede berücksichtigen und auch Längsschnittanalysen durchführen, um Entwicklungen und Zusammenhänge über die Zeit abzubilden. Darüber hinaus besteht ein erheblicher Bedarf an Interventionsforschung, um die Wirksamkeit organisationaler und politischer Maßnahmen zu Prävention und Bewältigung von Diskriminierung empirisch zu prüfen. Nur so lässt sich der Frage nachgehen, welche Strategien tatsächlich geeignet sind, diskriminierende Strukturen im Pflegealltag nachhaltig zu reduzieren.
Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass Diskriminierung nicht nur ein individuelles Belastungserleben darstellt, sondern ein strukturell relevantes Phänomen, das die Gesundheit von Beschäftigten, die Organisationskultur und letztlich auch die Qualität der pflegerischen Versorgung beeinflusst. Praxis, Politik und Forschung sind daher gleichermaßen gefordert, auf Grundlage der vorliegenden Befunde wirksame und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.
Zum OA-Artikel «Erlebte individuelle Diskriminierung bei Pflege(fach)personen mit und ohne Migrationsgeschichte: Eine Querschnittsstudie» in der Zeitschrift «Pflege»:
Literatur
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Antón-Solanas, I., Rodríguez-Roca, B., Vanceulebroeck, V., Kömürcü, N., Kalkan, I., Huércanos-Esparza, I., Casa-Nova, A., Hamam-Alcober, N., Tambo-Lizalde, E., Coelho, M., Coelho, T., Van Gils, Y., Öz, S. D., Kavala, A., Ramón-Arbués, E., Jerue, B. A., & Subirón-Valera, A. B. (2022). Migrant and ethnic minority nurses’ experience of working in European health services: A qualitative study. Revista da Escola de Enfermagem da USP, 56, e20220104. doi.org/10.1590/1980-220X-REEUSP-2022-0104en
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Dr. Nazan Ulusoy
Dr. Nazan Ulusoy absolvierte ein Studium der Health Communication (B. Sc.) und Public Health (M. Sc.) an der Universität Bielefeld. Ihr PhD-Studium am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) schloss sie mit einer Arbeit zum Thema „Individuelle Diskriminierung in der Pflege” ab. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen vor allem bei arbeitsbedingten Belastungen und Beanspruchungen sowie bei Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Prof. Dr. med. Albert Nienhaus
Prof. Dr. med. Albert Nienhaus ist Facharzt für Arbeitsmedizin und Professor für Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen im Ruhestand am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Ferner leitet er die Abteilung Arbeitsmedizin, Gesundheitswissenschaften und Gefahrstoffe (AGG) bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Belastungen und die arbeitsbedingte Gesundheit von Beschäftigten.
Prof. Dr. PH Patrick Brzoska
Prof. Dr. PH Patrick Brzoska, MSc, EMPH ist Inhaber des Lehrstuhls für Versorgungsforschung an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. Er forscht zu Diversität und Gesundheit in verschiedenen Versorgungskontexten unter Nutzung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden.
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