Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
ADHS ist eine Verhaltensstörung, die bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen auftritt. Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl aus unserem Programm zum Thema, sowie Tipps, Themenbeiträge und interessante Zeitschriftenartikel.
- Was ist ADHS?
- ADHS bei Kindern und Jugendlichen
- ADHS bei Erwachsenen
- Zeitschriftenartikel zu ADHS
Was ist ADHS?
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neuroentwicklungsbedingte Störung, die durch die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist. Die Ausprägung der Symptome kann individuell sehr unterschiedlich sein und sich im Verlauf des Lebens verändern. ADHS tritt sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen auf und kann Auswirkungen auf Schule, Beruf, Beziehungen und Alltagsbewältigung haben.
Ursachen von ADHS
Die Entstehung von ADHS gilt als multifaktoriell. Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen auf das Zusammenspiel genetischer, neurobiologischer sowie psychosozialer und umweltbezogener Faktoren hin. Die Diagnostik erfolgt anhand klinischer Kriterien sowie standardisierter diagnostischer Verfahren.
ADHS bei Kindern und Jugendlichen
Wie häufig tritt ADHS bei Kindern und Jugendlichen auf?
ADHS gilt heute als häufigste psychische Störung bei Kindern und Jugendlichen, weltweit liegt die Häufigkeit bei etwa 5,3 %, in Deutschland bei ca. 4,4 %.
Was sind Anzeichen von ADHS bei Kindern und Jugendlichen?
Anzeichen von ADHS sind
- Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme
- Hohe Ablenkbarkeit
- Impulsives Verhalten
- Ausgeprägter Bewegungsdrang
- Schwierigkeiten bei Organisation und Planung
- Probleme im schulischen oder sozialen Umfeld
Jungen werden merklich häufiger diagnostiziert als Mädchen. Mindestens in einem Drittel der Fälle ist im Erwachsenenalter noch eine beeinträchtigende ADHS-Symptomatik nachweisbar.
ADHS in der Schule: 10 Tipps für Lehrkräfte
Bücher und Ratgeber zu ADHS im Kindes- und Jugendalter
Diagnostische Verfahren für ADHS im Kindes- und Jugendalter
Themenweltartikel zu ADHS bei Kindern und Jugendlichen
Kinder mit ADHS haben oft Schwierigkeiten in den Bereichen Organisationsfähigkeit, Konzentration und Impulskontrolle. Mit dem THOKI-ADHS lassen sich diese Defizite gezielt behandeln.
Kilian Chirici hat ADHS. Seine Mutter Daniela hat über ihre Erfahrungen ein Buch geschrieben, das Mut und Hoffnung machen soll.
Die Selbsthilfe-Arbeitsbücher "Den Alltag meistern mit ADHS" unterstützen Eltern und Pädagog*innen beim Umgang mit konkreten Verhaltensproblemen.
ADHS bei Erwachsenen
ADHS kann bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben oder erst dann erkannt werden. Die Symptome verändern sich häufig mit zunehmendem Alter. Auffällige Hyperaktivität tritt oft in den Hintergrund, während innere Unruhe, Vergesslichkeit oder Schwierigkeiten bei Organisation und Zeitmanagement stärker wahrgenommen werden.
Wie erkennt man ADHS bei Erwachsenen?
Erwachsene mit ADHS können Herausforderungen im Berufsleben, in Partnerschaften oder bei der Alltagsorganisation erleben. Gleichzeitig berichten viele Betroffene auch von besonderen Stärken wie Kreativität, Spontaneität oder einer hohen Problemlösungskompetenz.
Typische Anzeichen dabei sind
- Innere Unruhe oder Rastlosigkeit
- Konzentrationsprobleme
- Schwierigkeiten bei Planung und Organisation
- Vergesslichkeit
- Impulsive Entscheidungen
- Herausforderungen im Berufs- und Privatleben
Fachliteratur und Ratgeber zu ADHS bei Erwachsenen
Testverfahren zur ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen
Themenweltartikel zu ADHS bei Erwachsenen
Warum wird ADHS bei Frauen so häufig übersehen? In diesem Interview erfahren Sie, wie anders sich Symptome bei Mädchen und Frauen äußern, welche Rolle Maskierungsstrategien, hormonelle Veränderungen und stereotype Erwartungen spielen - und welche diagnostischen Ansätze Betroffenen heute wirklich weiterhelfen können.
Warum ADHS bei Frauen häufig erst spät - oder gar nicht - diagnostiziert wird und wie man Frauen mit ADHS in Therapie und Coaching wirkungsvoll unterstützen kann. Autorin Julia Frey im Interview.
Mit dem ADHS-E können Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen effizient und zuverlässig erfasst werden.
"Ohne Menschen mit ADHS wäre die Welt eintöniger", sagt Ruth Huggenberger. In ihrem neuen Buch und in diesem Text beleuchtet sie Probleme und Chancen in einer Partnerschaft mit ADHS-Betroffenen.
Zeitschriftenartikel zu ADHS
ADHS-ZEBRA
von Johanna Waltereit, Charlotte Borghoff, Martin Schulte-Rüther, Veit Roessner und Robert Waltereit
Der Beitrag stellt den neu entwickelten ADHS-ZEBRA vor, ein Rating-Verfahren zur strukturierten Auswertung von Grundschulzeugnissen, das die retrospektive Diagnostik von ADHS unterstützen kann.
Die weibliche ADHS im Fokus: Symptome bei Frauen über die Lebensspanne
von Johanna Kneidinger, Anna Szép und Hanna Christiansen
Der Beitrag beleuchtet die Besonderheiten der weiblichen Symptomatik bei ADHS und zeigt auf, warum geschlechtersensible Diagnostik und Behandlung notwendig sind.
Körperliche Aktivität als Therapieoption bei ADHS?
von Aylin Mehren und Alexandra Philipsen
Der Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und zeigt, welches Potenzial Sport als ergänzende Präventions- und Therapieoption bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS besitzt.
„Die Entwicklung von ADHS-Symptomen und Schulnoten im Verlauf der späten Grundschulzeit“
von Sandra Schmiedeler, Robin Segerer und Wolfgang Schneider
Der Beitrag zeigt, dass nicht nur ADHS die Noten beeinflusst, sondern auch schulische Erfahrungen Auswirkungen auf die weitere Entwicklung von ADHS-Symptomen haben können.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter
von Simone Heine und Cornelia Exner
Der Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Behandlungsansätze und zeigt, welche Rolle insbesondere verhaltenstherapeutische Maßnahmen bei der Reduktion von Symptomen und alltagsbezogenen Einschränkungen spielen.