
Das BDI-FS kann zur Erfassung der nicht somatischen Symptome einer Major Depression nach DSM-IV und DSM-5 bei Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt werden.
Das BDI-FS misst die Schwere der Depression entsprechend der nicht somatischen Kriterien für die Diagnose einer Major Depression nach DSM-IV und DSM-5. Grundlegend für die Entwicklung des Tests war die Überlegung, dass die Einbeziehung von Items zu somatischen Beschwerden und Leistungsfähigkeit im BDI-II zu einer fälschlichen Erhöhung der Prävalenz von Depressionen bei Patienten mit medizinischen Problemen führt. Neben der Verwendung des BDI-FS in Patientengruppen mit gemischten medizinischen Grunderkrankungen wurde das Verfahren mittlerweile auch für Patientengruppen mit spezifischen Erkrankungsbildern (z. B. Patienten mit Multipler Sklerose, Patienten mit Kopf- und Halskrebs, Patienten mit (chronischen) Schmerzen, Patienten mit Suchterkrankungen, HIV-Patienten sowie Patienten aus dem geriatrischen und pädiatrischen Kontext mit diversen medizinische Erkrankungen) erfolgreich implementiert.
Die Zuverlässigkeit des BDI-FS wurde anhand der internen Konsistenz (Cronbachs Alpha) bestimmt. Insgesamt konnten sowohl für die Gesamtstichprobe (α = .84) als auch getrennt nach dem Geschlecht (Männer: α = .85; Frauen: α = .83) zufriedenstellende Ergebnisse ermittelt werden.
Für das Verfahren wurde die konvergente Validität mit einem Depressionsinventar, dem PHQ-9, bestimmt (r = .67). Die diskriminante Validität (mit einem Inventar zur Erfassung körperlicher Symptome und einem Angstinventar) des BDI-FS kann als zufriedenstellend eingestuft werden.
Es liegen Prozentrangnormen für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland vor (N = 2.467).
Bearbeitung und Auswertung beanspruchen jeweils weniger als 5 Minuten.
In Anwendung seit 2013.
2013