Allan Guggenbühls Fachbuch vermittelt Mythodrama-Therapie als Gruppenmethode für Kinder und Jugendliche. Geschichten, Spiel und Imagination lösen psychische Konflikte – fundiert in der Analytischen Psychologie C. G. Jungs.
Beschreibung
Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Belastungen leiden oder verhaltensauffällig werden, finden über Gesprächstherapie oft keinen Zugang zu ihren inneren Konflikten. Allan Guggenbühl stellt mit der Mythodrama-Therapie ein Verfahren vor, das archetypische Geschichten nutzt, um diese Barriere zu überwinden. Statt Kinder durch direkte Befragung in die Defensive zu drängen, eröffnet das Mythodrama einen fiktionalen Schutzraum, in dem Themen wie Trennung, Aggression oder Ohnmacht spielerisch bearbeitet werden.
Das Buch beschreibt die vier Phasen: von der Inszenierung der Gemeinschaft über zweckfreies Spiel und das Erzählen unvollendeter Geschichten bis zur kreativen Imagination und dem Alltagstransfer. Verankert in der Analytischen Psychologie C. G. Jungs, verbindet es Entwicklungspsychologie, Theaterpädagogik und Gruppendynamik zu einem Methodenkonzept. Leitgeschichten, Anleitungen zur Bildinterpretation und Interventionsdesigns für Schulklassen machen das Werk anwendbar.
Es richtet sich an Psychotherapeut*innen, Schulpsycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrpersonen, die nach handlungsorientierten Gruppeninterventionen suchen. Guggenbühl plädiert für einen ressourcenorientierten Blick, der Stigmatisierung durch vorschnelle Diagnosen vermeidet und die Selbstwirksamkeit junger Menschen stärkt.
Das Verfahren hat sich bereits in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in den USA sowie in China, Japan und Georgien bewährt und etabliert.