Dieses Handbuch beleuchtet Treue und Vertrauen als Fundament der Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe. Es verbindet Ethik, Neurobiologie und Soziologie zu einem Plädoyer für eine neue Beziehungskultur im Gesundheitswesen.
Beschreibung
Treue und Vertrauen gelten als Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Doch in Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufen stehen diese Werte unter Druck: Ökonomisierung, Fachkräftemangel und beschleunigte Arbeitsprozesse gefährden die Beziehungsarbeit. Dieses Handbuch, herausgegeben von Thomas Hax-Schoppenhorst und Michael Herrmann, versammelt über 40 Autor*innen aus Medizin, Pflege, Soziologie, Philosophie, Theologie und Psychologie, die beide Phänomene transdisziplinär beleuchten.
Die Beiträge verbinden neurobiologische Erkenntnisse zu Stressregulation und Bindung mit soziologischen Analysen zum Systemvertrauen, medizinethischen Reflexionen über das ärztliche und pflegerische Versprechen sowie Praxismodellen wie Buurtzorg. Treue und Vertrauen erweisen sich als existenzielle Ressourcen für seelische Gesundheit, gelingende Therapiebeziehungen und ein humanes Gesundheitssystem. Das Werk richtet sich an Pflegefachpersonen, Ärzt*innen, Therapeut*innen, Seelsorger*innen sowie Lehrende und Studierende im Gesundheitsbereich. Ebenso profitieren Führungskräfte und gesundheitspolitisch Engagierte von den Reformansätzen. Autobiografische Berichte, literarische Reflexionen und historische Analysen ergänzen die wissenschaftlichen Abhandlungen.
Dieses Fachbuch informiert, sensibilisiert und inspiriert zur Rückbesinnung auf eine Vertrauenskultur.