Das Buch analysiert die Rolle der Psychologie in der DDR, ihre Verbindung zur Stasi und unethische Praktiken – fundierte Forschungsergebnisse und wichtige Erkenntnisse für heutige Psycholog*innen.
„Psychologie als Instrument der SED-Diktatur“ beleuchtet die Rolle psychologischer Fachrichtungen im Kontext staatlicher Repression in der DDR. Der Band untersucht, wie psychologisches Wissen durch das Ministerium für Staatssicherheit genutzt wurde und in welchem Ausmaß Psycholog*innen in Überwachungs- und Verfolgungspraktiken involviert waren.
Fundiert auf aktuellen Forschungsergebnissen der Historischen Kommission der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) wird der wissenschaftliche Status der sogenannten Stasi-Psychologie kritisch eingeordnet. Darüber hinaus analysiert das Buch die Wechselwirkungen zwischen akademischer Psychologie und politischem System sowie die eingeschränkte Autonomie der Forschung unter marxistisch-leninistischen Rahmenbedingungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, welche ethischen Lehren sich aus dieser historischen Aufarbeitung ziehen lassen und welche Bedeutung diese für heutige psychologische Praxis haben. Das Werk liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Reflexion von Verantwortung und Ethik in der Wissenschaft.
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