Eine verantwortungsvolle Digitalisierung kann Leben schützen. Der Text zeigt, wie Gesundheitsdaten, ePA und digitale Anwendungen Forschung, Versorgung und Prävention verbessern – wissenschaftlich fundiert und patientenwohlorientiert.
Leben und Gesundheit der Menschen in Deutschland könnten deutlich besser geschützt werden, wenn die Potenziale der Digitalisierung im Gesundheitswesen verantwortungsvoll und wissenschaftlich fundiert genutzt würden. Während täglich enorme Datenmengen für kommerzielle Zwecke ausgewertet werden, stößt die Nutzung von Gesundheitsdaten für Versorgung, Forschung und Prävention noch immer auf erhebliche Hürden.
Der Text zeigt auf, warum eine strukturierte und kontrollierte Datennutzung entscheidend für gezieltere Diagnostik, wirksamere Therapien und evidenzbasierte Prävention ist. Anhand der Erfahrungen aus der Corona-Krise wird deutlich, dass belastbare Daten nicht nur dem Schutz des Einzelnen dienen, sondern auch helfen, gesellschaftliche und wirtschaftliche Einschränkungen angemessen zu bewerten.
Im Mittelpunkt stehen die Empfehlungen des Sachverständigenrats zur patientenwohlorientierten Ausgestaltung der elektronischen Patientenakte (ePA) sowie zur treuhänderisch kontrollierten Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung. Darüber hinaus werden digitale Gesundheitsanwendungen, deren Nutzung und Kostenerstattung sowie die Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz von Heilberuflerinnen und Bürgerinnen beleuchtet.
Abschließend skizziert der Text die normativen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Digitalisierung und beschreibt strategische Schritte auf dem Weg zu einem dynamisch lernenden Gesundheitssystem.