Das Sachbuch analysiert verbreitete Mythen rund um Kosten, Demografie und Reformen im Gesundheitswesen und zeigt anhand fundierter Argumente, wie selektive Deutungen entstehen und gesellschaftliche Debatten prägen.
Mit eingängigen Bildern und vereinfachenden Erzählungen wird häufig der Eindruck erweckt, steigende Gesundheitskosten seien unausweichlich. Dieses Buch nimmt solche Deutungsmuster kritisch unter die Lupe und zeigt, welche Interessen und Annahmen hinter weitverbreiteten Aussagen zum Gesundheitswesen stehen.
Behandelt werden zentrale Mythen wie angeblich ruinöse Lohnnebenkosten, die demografische Entwicklung, der vermeintlich unbezahlbare medizinische Fortschritt, die sogenannte Vollkasko-Mentalität der Versicherten oder das behauptete Versagen solidarischer Finanzierungsmodelle. Auch Themen wie Ärztemangel, Krankenkassenstrukturen, Wettbewerbsideologien und der Ruf nach der „großen Reform“ werden differenziert eingeordnet.
Die Autor*innen setzen sich kenntnisreich und argumentativ mit diesen Vorstellungen auseinander und liefern eine faktenbasierte Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung mit den realen Herausforderungen des Gesundheitswesens.
Neu in der 3. Auflage sind zusätzliche Kapitel zu weiteren Diskursen, darunter Zwei-Klassen-Medizin, Systemvergleiche zwischen GKV und PKV sowie die zunehmende Ökonomisierung der Medizin.