Das Handbuch bietet eine systematische Einführung in Sozial- und Routinedaten der Krankenkassen. Es verbindet methodische Grundlagen mit praxisnahen Auswerteansätzen für Forschung und Gesundheitssystemanalyse.
Routinedaten, auch Sozialdaten genannt, gewinnen für die Analyse, Evaluation und Steuerung des Gesundheitssystems zunehmend an Bedeutung. Insbesondere Daten der Krankenkassen bieten großes Potenzial für Forschung, Gesundheitsberichterstattung und evidenzbasierte Entscheidungen. Bisher standen jedoch vor allem inhaltliche Fragestellungen im Fokus, während methodische Grundlagen oft nur randständig behandelt wurden.
Dieses Fachbuch schließt diese Lücke und bietet einen systematischen Überblick über die verschiedenen Quellen von Sozialdaten. Es analysiert deren Validität, Aussagefähigkeit und Grenzen und ordnet sie methodisch fundiert ein. Darüber hinaus werden typische Auswerteansätze und zentrale Fragestellungen praxisnah erläutert und kritisch reflektiert.
Durch die Verbindung von Theorie und Anwendung erhält das Werk den Charakter eines Lehr- und Handbuchs. Es definiert Standards für den professionellen Umgang mit Sozialdaten und leitet daraus konkrete Empfehlungen für die Bearbeitung wissenschaftlicher und praxisorientierter Fragestellungen ab. Zudem zeigt das Buch auf, wie zentrale Elemente der Gesundheitsberichterstattung auf Basis von Routinedaten entwickelt und weitergedacht werden können.
Das Buch richtet sich an Forschende, Praktiker*innen und Entscheidungsträger*innen, die mit Sozialdaten in der Gesundheitssystemanalyse, Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie arbeiten.