Warum handeln gebildete Menschen oft unklug? Allan Guggenbühl analysiert Denkschwächen trotz Kompetenz und zeigt anhand realer Beispiele, weshalb Klugheit mehr bedeutet als Wissen, Normtreue oder Ausbildung.
Trotz Ausbildung, Erfahrung und gesellschaftlichem Renommee leiden Menschen in bestimmten Situationen unter eklatanter Denkschwäche. Allan Guggenbühl geht in diesem Buch den Handlungen auf den Grund, die aus nüchterner Perspektive nicht nachvollziehbar sind und dennoch selbst hochqualifizierte Personen betreffen. Dabei stellt er grundlegende Fragen: Was ist Klugheit? Weshalb scheint sie uns immer wieder abhandenzukommen? Und warum schützt Wissen allein nicht vor unklugem Handeln?
Anhand anschaulicher und konkreter Beispiele aus Politik, Schule, Wirtschaft und Institutionen zeigt der Autor, dass Klugheit weit über Intelligenz, Kompetenz und formale Bildung hinausgeht. Normen und Standards regeln gesellschaftliche Abläufe und sollen Unvernunft begrenzen. Doch lassen sich Effizienz, Best Practice und Vereinheitlichung uneingeschränkt auf die Arbeit mit Menschen übertragen?
Unter anderem mit Bezug auf die PISA-Studie plädiert Guggenbühl für eigenständiges Denken. Kluges Handeln bedeutet, berufliche Standards situativ zu hinterfragen, wenn es angezeigt ist, und neue Kombinationen oder Alternativen zuzulassen. Das Buch richtet sich an Fachpersonen, Führungskräfte, Pädagog*innen und alle Leser*innen, die die Gefahr geistiger Einengung erkannt haben und bereit sind, sich reflektiert mit den Paradoxien des Lebens auseinanderzusetzen.