Dieses Werk vermittelt Kolcabas Comfort-Theorie für die Pflegepraxis. Es zeigt, wie Wohlbefinden systematisch gefördert und messbar gemacht wird – mit Instrumenten und ethischen Leitlinien. Für Pflegende und Studierende.
Wohlbefinden in der Pflege ist mehr als die Abwesenheit von Schmerz. Dieses Werk von Katharine Kolcaba, herausgegeben von Staudacher, Georg und Zegelin, stellt die Comfort-Theorie als Pflegekonzept vor, das Wohlbefinden ins Zentrum professionellen Handelns rückt. Es verbindet Theorie mit Praxis und Forschung und macht Comfort als Phänomen greifbar und messbar.
Drei Comfort-Arten – Linderung, Behaglichkeit und Transzendenz – werden mit vier Erlebensbereichen verknüpft: dem physischen, psychospirituellen, umgebungsbezogenen und soziokulturellen Bereich. Daraus entsteht ein Klassifikationsschema, das Pflegenden Orientierung für Assessment, Intervention und Evaluation bietet. Integriert werden ethische Fragen, etwa zur Begleitung am Lebensende, sowie die Verknüpfung von Patientenergebnissen mit institutionellen Rahmenbedingungen. Kolcaba zeigt, dass Comfort-Förderung Genesung und Zufriedenheit verbessert und Vorteile für Gesundheitseinrichtungen erzeugt.
Die deutschsprachige Ausgabe ergänzt das Original um ein Kapitel, das die Theorie in Pflegeprozesse und Klassifikationssysteme wie NANDA-I, NIC und NOC einbettet. Validierte Messinstrumente im Anhang ermöglichen die Anwendung in Forschung und Praxis. Das Werk richtet sich an Pflegewissenschaftler*innen, Studierende, Lehrende und Führungskräfte, die theoriegeleitete, evidenzbasierte Pflege verwirklichen möchten.